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Was ist ein Passivhaus ...



Foto: Georg Walter
Der Begriff "Passivhaus" ist die Bezeichnung für ein Gebäude, welches durch intelligente Planung und Ausführung nicht mehr als 1,5 Liter "Heizöl" pro Jahr und Quadratmeter verbraucht.

Mehr Behaglichkeit - weniger Energie!

Das Passivhaus zeichnet sich durch besonders hohe Behaglichkeit bei einem sehr niedrigen Energieverbrauch aus. Rein äußerlich unterscheiden sich Passivhäuser nicht von konventionellen Häusern, denn mit dem Begriff "Passivhaus" bezeichnet man einen Energiestandard und keine bestimmte Bauweise.

                                                                                                               














Foto: Holzbau Longin

GESCHICHTE
In den letzten Jahrzehnten wurde intensiv an der Ausarbeitung energieeffizienter und nachhaltiger Konzepte für Gebäude gearbeitet. Daraus entstanden sind die unterschiedlichsten ökologischen Bauten - nur einige Beispiele: Strohballenhaus, Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Plusenergiehaus.

Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Es gibt Passivhäuser als Holz-, Massiv- und Fertighäuser.

Das erste Passivhaus wurde in Darmstadt, Deutschland, vor 16 Jahren gebaut. Mittlerweile gibt es Reihenhäuser, Bürogebäude, Schulen, Kindergärten und Geschosswohnbauten, ja sogar eine Fabrik in dieser Bauweise. Es wurde bis jetzt (2007) schon über 10.000 Passivhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz errichtet.

KLIMA:AKTIV GEBÄUDESTANDARD
Der Bau oder Kauf eines Hauses ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Oft fällt es jedoch schwer, die Qualität verschiedener Angebote zu bewerten und zu vergleichen.
Aus diesem Grund wurde ein neutrales Qualitätszeichen in Form des klima:aktiv Kriterienkatalogs entworfen, welches neben Energieeffizienz auch Aspekte wie Planungs- und Ausführungsqualität, Baustoffe und Konstruktion sowie Komfort und Raumluftqualität bewertet.
Jedes Wohngebäude, das nach dem Standard des klima:aktiv Kriterienkatalogs mindestens 900 Punkte erreicht, darf sich klima:aktiv Passivhaus nennen.


MERKMALE / KRITERIEN
    - Dämmung
    - Wärmebrückenfreies Konstruieren (Thermografie)
    - Luftdichtheit (Blower-Door Test)
    - Wärmetauscher
    - zusätzliche alternative Heizsystem (zB: Photovoltaik)
    - kontrollierte Wohnraumlüftung

VORTEILE
    - helle Wohnräume durch Südorientierung
    - kein Fensterzug
    - keine Lärmbelästigung
    - keine Erkältungsgefahr durch Zugluft
    - keine Pollenbelästigung
    - keine Heizkörper
    - kaum Staubbelastung
    - gleichbleibende Raumwärme
    - hohes Behaglichkeitsgefühl
    - niedrige Unterhaltungskosten, da kaum Wartungskosten
    - durch den Einbau von Photovoltaikanlage nahezu unabhängig von "allen"
      Energieträgern
    - energieautarkes Haussystem

                                                                                                      >>> Passivhaus-Bilder